Finanzen

Privat Vergleich bei Versicherungen – Bares Geld

01/06/2016 - By admin

Oft wird eine private Versicherung vom Arbeitgeber als zusätzliche Leistung angeboten. Im Privat Vergleich macht sich dies gleich um Einiges besser. Einige Arbeitgeber haben einen Rahmenvertrag mit einem Versicherer abgeschlossen, und bieten nur diese eine Versicherung an, andere genehmigen die Wahl zwischen verschiedenen Anbietern.

Als Privatperson einen private Krankenversicherung abzuschließen, ist in der Regel teurer, als wenn man dies über einen Arbeitgeber macht. Abgesehen davon, dass man die Kosten alleine trägt, ist der Einzelne immer benachteiligt, im Gegensatz zum “Großeinkauf”. Also muss man sich umsehen, um dabei Geld zu sparen. 

In Deutschland ist jeder Bürger versicherungspflichtig. Zumindest, was den eventuellen Krankheitsfall betrifft. Doch es gibt zwei Arten von Versicherungen, die gesetzliche und die private Krankenversicherung (PKV). Wer sich wo versichern kann oder muss, hängt zunächst nur von einem Faktor ab, dem Einkommen.

Bis zu einem Jahreseinkommen von 54.000 Euro muss sich jeder bei einer gesetzlichen Krankenkasse versichern. Jeder, der ein Einkommen über diesem Betrag hat, kann sich entscheiden, ob er die gesetzliche oder eine private Versicherung möchte. Außerdem sind von der Einkommensregel auch noch Beamte und Selbständige ausgeschlossen.

Was allen Versicherten bei der gesetzlichen Versicherung gemeinsam ist, ist dass sie einen Mindestbetrag ihres Einkommens als Prämie abführen müssen, dieser lag in 2015 bei 14,6 % des Bruttojahreslohns. Des Weiteren darf die gesetzliche Krankenkasse auch noch einen Zusatzbeitrag veranschlagen. Der Arbeitgeber ist bei den gesetzlichen Krankenkassen ebenfalls zu einem Beitrag verpflichtet, dieser lag in 2015 bei 7,3 % des Bruttojahreslohns. Der Beitrag ist nach oben begrenzt, dafür sorgt die Beitragsbemessungsgrenze.

Wofür man sich jeweils entscheidet, wenn man die Wahl hat, sollte man von verschiedenen Faktoren abhängig machen, zum Einen ist da natürlich die Leistung die man für seine Prämie erhält, zum Anderen spielt jedoch das Alter eine Rolle und auch die gesundheitliche Verfassung.

Man sollte einen privat Vergleich für Versicherungen anstellen, und eine Reihe Versicherer kontaktieren, um den besten Tarif zu finden, mit günstigen Prämien und der richtigen Deckung.  

Privat Vergleich mit der Öffentlichen

Dies sind einige der wichtigsten Unterschiede zwischen privater Versicherung und öffentlich-rechtlicher Versicherung.

Private Versicherung (PVK)

Jeder Versicherte erhält seinen eigenen Vertrag mit einer individuellen Prämie.

Öffentlich-rechtliche (Pflichtversicherung)

Familienmitglieder können mitversichert werden, oft ohne Extra Kosten

Private Versicherung

Eine große Auswahl von Tarifen steht zur Verfügung, Basis, Luxustarife und sämtliche Tarife dazwischen, mit jeweils individuell bezifferbarer Selbstbeteiligung.

Öffentlich-rechtliche

Die Deckung ist gesetzlich vorgeschrieben, mit einigen Ausnahmen, im Prinzip ist die Deckung aber ziemlich gleich bei den einzelnen Versicherern.

Private Versicherung

Die Prämie ist abhängig von verschiedenen Faktoren, Alter, Geschlecht, gesundheitliche Verfassung und dem jeweiligen Tarif

Öffentlich-rechtliche

DIe Prämie hängt vom Einkommen ab, bis zu einer bestimmten Höhe. Der Versicherte zahlt einen Prozentsatz, der Arbeitgeber zahlt einen weiteren Prozentsatz. Freiwillig Versicherte können zusätzliche Beiträge zahlen, wenn sie Einkommen z.B. aus Vermietung haben.

Private Versicherung

Die privaten Versicherer müssen einen Teilbetrag der Prämieneinnahmen investieren, um sicherzustellen, dass die Kosten zu einem späteren Zeitpunkt reduziert werden können.

Öffentlich-rechtliche

Die Finanzierung der öffentlichen Versicherungen basiert auf den Beiträgen der Mitglieder. Es werden keine Gelder für die Zukunft und eventuelle Beitragssenkungen beiseite gelegt.

Private Versicherung

Je nach Tarif lohnt sich ein privat Vergleich. Bei einigen Tarifen kann man den Arzt selbst auswählen, auch den Zahnarzt, alternative Heilungsmethoden, Krankenhaus, privates Zimmer oder Gemeinschaftszimmer.

Öffentlich-rechtliche

Ärzte können den Patienten zu einem Spezialisten überweisen. Alternative Heilmethoden sind in den meisten Fällen nicht eingeschlossen, im Krankenhaus liegt man auf der allgemeinen Station im Gemeinschaftszimmer.

Private Versicherung

Der Versicherte erhält eine detaillierte Rechnung nach der Behandlung und sendet diese an den Versicherer-

Öffentlich-rechtliche

Der Versicherte erhält keine Rechnung, diese wird vom Arzt gleich an den Versicherer gesendet.

Private Versicherung

Je nach Tarif wird eine zahnärztliche Behandlung zu 100 % übernommen, sowie auch teureres Füllmaterial wie Gold und Keramik. Bis zu 80 – 85 % der Kosten für Zahnersatz können übernommen werden, wie etwa Brücken und Kronen.

Öffentlich-rechtliche

Die Kosten für eine zahnärztliche Behandlung werden zu 100 % übernommen, nicht jedoch eine professionelle Zahnreinigung. Als Füllmaterial wird meist Amalgam oder Plastik verwendet. In der Regel werden nur bis zu 50 % der Kosten für Zahnersatz übernommen.

Private Versicherung

Die private Versicherung übernimmt teilweise oder ganz, je nach Tarif, die Kosten für neue Brillen, Kontaktlinsen und verschreibungspflichtige Medizin. Im Privat Vergleich sind die Leistungen deutlich besser.

Öffentlich-rechtliche

Bei dieser Variante wird nur die billigste verschreibungspflichtige Medizin bezahlt, in der Regel muss der Versicherte dazuzahlen. Neue Brillen werden nur zum Teil übernommen, bzw. die Kosten für Kontaktlinsen.

Fazit: Nur wer Angebote einholt, kann auch Geld sparen, und dabei den besten Schutz erhalten.

In dieser Doku wird der Unterschied zwischen privater und gesetzlicher KV auch noch einmal erklärt.

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