Finanzen

Risikolebensversicherung – gibt es eine “Best of”?

25/11/2016 - By admin

Die Risikolebensversicherung steht von jeher unter Beschuss, wird von vielen Menschen aber, insbesondere von Müttern und Vätern als die Top-Alternative zur Absicherung der Kinder gesehen. Jedes Jahr aufs Neue werden Versicherungsprodukte von Verbraucherschutzinstitugen und anderen unabhängigen Institututen geprüft, aber auch von Banken und Versicherern selbst. Dies ist nicht so überraschend, es geschieht weniger, um die Konkurrenz zu prüfen, denn man weiß ja eh was da vorgeht, es geschieht wohl mehr zu Marketingzwecken, denn schneidet das eigene Unternehmen bei diesem Test mit Sehr Gut oder Besser ab, dann darf man das auch ruhig verkünden. Auch Lebensversicherungen werden diesem Test unterzogen.

Eine Risikolebensversicherung schließt man in der Regel ab, um seine Familie oder seinen Partner abzusichern. Die Unterschiede bei den einzelnen Anbietern können sehr groß sein, deshalb sollte man sich gut informieren.  Interessant ist, dass verschiedene Anbieter bei verschiedenen Instituten mit einer unterschiedlichen Wertung abschneiden können, doch die Kriterien sind auch einfach sehr vielfältig. So wird ein 40-jähriger Raucher bei einer Versicherung schlechter abschneiden bzw. eine höhere Rate zahlen als ein 30-jähriger Nichtraucher. Eine Liste der Best Of kann es nicht wirklich geben, denn die einzelnen Policen haben bei den Anbietern untschiedliche Preise.

Eine Risikolebensversicherung zahlt im Todesfalle aus, und auch nur im Todesfalle. im Gegensatz zu anderen Formen von Lebensversicherung, wie z.B. kapitalbildende, die nach einer bestimmten Laufzeit ausgezahlt wird. Je wahrscheinlicher eine Person ist, zu sterben bzw. innerhalb eines bestimmten Zeitraums zu sterben, desto höher ist das Risiko, diese Person zu versichern und desto höher wird die Prämie der Police sein. Daher stellen Versicherer auch viele detaillierte Fragen, bevor sie ein Angebot machen, damit sie bestimmen können, wie hoch das Risiko ist.

Das Alter ist einer der wichtigsten Faktoren, denn bei älteren Leuten ist die Wahrscheinlichkeit, statistisch gesehen, höher, dass während der Laufzeit der Versicherung ein Anspruch entsteht. Bei älteren Leuten ist die Lebenserwartung kürzer. Eine 50-jährige wird daher in eine höhere Kategorie der Risikolebensversicherung fallen als eine 20-jährige und aufgrund dessen eine höhere Prämie zahlen müssen.

Der gesundheitliche Zustand ist ein weiteres sehr wichtiges Kriterium. Der Gesundheitszustand kann den Versicherten in die Kategorie hohes Risiko fallen lassen, wobei eine Police dann recht teuer wird. Liegt bereits eine Krankheit vor, z.B. Krebs, dann wird der Versicherer die Police entsprechenden beziffern und gleichzeitig wahrscheinlich auch die Krankeit selber von der Police ausschließen. Das heißt, stirbt der Versicherte an Krebs, dann wird die Versicherung die Police nicht auszahlen. Ihre Familie würde jedoch eine Auszahlung noch beanspruchen können, wenn Sie aus einem anderen Grund sterben. Hart? Nun ja, es handelt sich um Privatunternehmen, die diesen Service anbieten, ein Unternehmen wird sein Risiko so weit wie möglich begrenzen.

Ehrlich sein beim Abschluss einer Risikolebensversicherung

Werden vom Versicherten vor Abschluss des Vertrages Informationen zurückgehalten, bzw. verschwiegen, so kann die Police ungültig werden. Bei einer weniger gefährlichen gesundheitlichen Beeinträchtigung wie z.B. Bluthochdruck, wäre die Kondition wahrscheinlich nicht von der Police ausgeschlossen, die Prämie würde jedoch anders berechnet, weil ein höher Risikofakter angenommen wird.

Der Lebensstil spielt bei einer Police für eine Lebensversicherung eine Rolle, und der Versicherer wird auch hier einige Fragen stellen. Hier stellen sich echte Unterschiede heraus, nur um ein Extrem zu nennen, ein übergewichtiger 50-jähriger, der zudem sehr viel raucht und Alkohol trinkt, wird eine höhere Prämie zahlen als ein Mann im gleichen Alter, der nicht raucht, keinen Alkohol trinkt und regelmäßig Sport treibt. Mit der Nutzung von E-Zigaretten ist es auch nicht anders. E-Zigaretten fallen in der Police unter ‘“Rauchen”.

Bei einer Risikolebensversicherung spielen auch die Adresse und der Beruf eine Rolle. Es mag auf den ersten Blick seltsam erscheinen, doch es gibt Statistiken die aussagen, dass Menschen in bestimmten Gebieten bzw. mit bestimmten Postleitzahlen weniger gesund leben als Menschen in einem bestimmten anderen Gebiet. Die Risikoeinschätzung nach Beruf ist auch schon logisch, denn manche Berufsgruppen sind eben gefährdeter als andere, z.B. Polizisten, Feuerwehrleute und Angehörige des Militärs.

Betreibt man ein Hobby, so kann auch dies einen Einfluss auf die Prämie haben. Ein Sammler von Goldmünzen ist statistisch gesehen weniger gefährdet als ein Motocross-Fahrer. Gefährliche Sportarten müssen dem Versicherer angegeben werden, Klettern, Paragliding, solche Sportarten werden dafür sorgen, dass der Versicherte eine höhere Prämie zahlen muss, jedoch besteht auch keine Gefahr, dass die Police für ungültig erklärt wird, weil Informationen vorenthalten wurden.

Man kann selbst etwas dazu tun, die Prämie zu senken. Man kann z.B. Übergewicht verlieren, man kann sich sportlich betätigen und fit sein, kann das Rauchen aufgeben. Dies sind Entscheidungen, die für einen gesünderen Körper sorgen, und die Prämie günstiger werden lassen. Doch es sind auch sehr individuelle Entscheidungen.

Hier noch ein kleines Bisschen Info mehr in dem Video.

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